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Wo findet man Flockenstielige Hexenröhrlinge in der Schweiz?

Der Flockenstielige Hexenröhrling gehört zu den häufigsten Röhrlingen der Schweizer Wälder. Rote Poren, ein fein rot beflockter Stiel und gelbes Fleisch, das beim Anschneiden sofort tiefblau wird, machen ihn für geübte Sammler gut erkennbar. Gut gegart ist er ein geschätzter Speisepilz, roh ist er giftig.

Wo findet man Flockenstielige Hexenröhrlinge in der Schweiz?

Saisonkalender

Landesweit indikativ; die Karte verfeinert nach Region und Wetter.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Flockenstielige Hexenröhrlinge
Hauptsaisonmöglichausserhalb

Welche Wälder er bevorzugt

Der Hexenröhrling lebt in Symbiose mit Laub- und Nadelbäumen und wächst am liebsten auf sauren Standorten:

Buchen, Eichen, Fichten und Föhren

Er erscheint unter Buche und Eiche ebenso wie unter Fichte und Föhre, in Laub-, Nadel- und Mischwäldern vom Mittelland bis in die Bergwälder. Lichte Stellen, Waldränder und kleine Lichtungen in der Nähe der Wirtsbäume sind gute Suchgebiete.

Saure, kalkarme Böden

Er bevorzugt saure bis kalkarme Böden, ohne neutrale Standorte ganz zu meiden. Das unterscheidet ihn vom giftigen Satansröhrling, der gerade warme Kalkstandorte sucht.

Früh im Jahr: Hauptsaison Juni bis September

Er gehört zu den frühen Röhrlingen: Erste Schübe sind ab Mai möglich, die meisten Funde fallen in der Schweiz zwischen Juni und September, früher als in Frankreich. Im Oktober wird er seltener, im November ist er die Ausnahme.

So erkennst du den Flockenstieligen Hexenröhrling

Der Hut ist dunkelbraun bis schwarzbraun und jung samtig. Die Poren sind leuchtend rot bis orangerot. Der gelbe Stiel trägt feine rote Flocken, aber kein Netz. Das gelbe Fleisch blaut beim Anschneiden sofort und kräftig: Das ist eine Oxidation und kein Zeichen für Giftigkeit.

Nicht mit dem Satansröhrling verwechseln

Der giftige Satansröhrling hat einen weisslichen bis hellgrauen Hut, nie dunkelbraun, einen bauchigen Stiel mit rotem Netz und riecht im Alter unangenehm. Er wächst vor allem auf Kalk, unter Laubbäumen an warmen Standorten.

Und nicht mit dem Netzstieligen Hexenröhrling

Der Netzstielige Hexenröhrling trägt ein deutliches Netz auf dem Stiel, und beim Anschneiden zeigt sich eine rote Linie zwischen Fleisch und Röhren. Beim Flockenstieligen ist der Stiel beflockt, nicht genetzt.

Rotporige Röhrlinge verlangen Erfahrung. Ein Foto oder eine Beschreibung reicht nie: Lass deine Ernte vor dem Verzehr bei einer amtlichen Pilzkontrolle prüfen.

Essbar, aber nur gut gegart

Roh oder zu kurz gegart verursacht er Magen-Darm-Beschwerden. Mindestens 20 Minuten gründliches Garen zerstört die hitzeempfindlichen Giftstoffe. Verwende ihn deshalb nie roh, als Salat oder als Carpaccio.

Wann sich die Suche lohnt

Von Mai bis Oktober, am ergiebigsten zwischen Juni und September, jeweils nach ergiebigem Regen und einigen milden Tagen. Der Kalender zeigt, wann Funde möglich sind, nicht, dass jeder Monat ergiebig ist.

Wie Mycora vielversprechende Bereiche erkennt

Die Karte verbindet Wirtsbäume und Waldbedeckung mit den Bodeneigenschaften und dem Verlauf von Regen und Temperatur der letzten Tage. Das Modell verlangt einen echten Regen und gewichtet frische Niederschläge stärker als ältere. Die angezeigten Zonen zeigen günstige Bedingungen, keine Garantie für Funde.

Häufige Fragen

Ist der Flockenstielige Hexenröhrling essbar?

Ja, aber nur gut gegart. Roh oder zu kurz gegart verursacht er Magen-Darm-Beschwerden, weil seine Giftstoffe erst durch Hitze zerstört werden. Gare ihn mindestens 20 Minuten gründlich und verwende nur Exemplare, deren Bestimmung sicher ist.

Wie lange muss man den Hexenröhrling garen?

Mindestens 20 Minuten, gründlich und durchgehend, etwa in der Pfanne oder in einer Sauce. Verwende ihn nie roh, als Salat oder als Carpaccio, und vermeide kurzes Anbraten, bei dem das Innere kaum heiss wird.

Wie unterscheidet man ihn vom Satansröhrling?

Der Flockenstielige Hexenröhrling hat einen dunkelbraunen Hut und einen gelben, fein rot beflockten Stiel ohne Netz. Der giftige Satansröhrling hat einen weisslichen bis hellgrauen Hut, einen bauchigen Stiel mit rotem Netz und wächst vor allem auf Kalk an warmen Standorten.

Warum blaut sein Fleisch?

Das gelbe Fleisch blaut beim Anschneiden sofort und kräftig: Das ist eine Oxidation an der Luft und kein Zeichen für Giftigkeit. Das Blauen hilft bei der Bestimmung, kommt aber auch bei anderen, teils giftigen Röhrlingen vor.

Wann und wo findet man ihn in der Schweiz?

Von Mai bis Oktober, am häufigsten zwischen Juni und September. Er wächst unter Buche, Eiche, Fichte und Föhre, am liebsten auf sauren Böden, an lichten Stellen, Waldrändern und kleinen Lichtungen, vom Mittelland bis in die Bergwälder.

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