Saisonkalender
Landesweit indikativ; die Karte verfeinert nach Region und Wetter.
Welche Wälder besonders gut passen
Trompetenpfifferlinge brauchen kühle, feuchte Nadelwälder mit einer dicken organischen Auflage. Besonders lohnend sind:
Fichten- und Tannenwälder mit Moospolstern
Die Art erscheint vor allem unter Fichte und Tanne, häufig direkt in Moospolstern oder an moosbewachsenem Totholz. Geschlossene, schattige Bestände sind ergiebiger als lichte oder stark aufgeräumte Wälder.
Saure, humose Böden mit dicker Nadelstreu
Saure Böden mit viel Rohhumus und einer mächtigen Streuauflage halten die Feuchte am längsten. Kalkreiche, trockene oder verdichtete Flächen sind deutlich weniger aussichtsreich.
Kühle Mulden, Nordhänge und Bachtäler
Vom Mittelland bis in die Voralpen sind schattige Senken, Nordhänge und feuchte Bachtäler die verlässlichsten Lagen. Sie trocknen nach einer Schönwetterphase deutlich langsamer aus als Kuppen und Südhänge.
Wann sich die Suche lohnt
In der Schweiz liegt die beste Phase zwischen September und November, mit den meisten Funden im September und Oktober. Der Trompetenpfifferling verträgt leichte Nachtfröste und trägt in milden Lagen oft bis in den Dezember, wenn andere Herbstarten längst durch sind. Erst ein durchgehender Frost oder eine geschlossene Schneedecke beendet die Saison.
Wie Mycora vielversprechende Bereiche erkennt
Unser Modell kombiniert Waldtyp, Bodenreaktion, Höhenlage, Relief und die jüngste Feuchteentwicklung. So lassen sich jene Schweizer Waldstücke eingrenzen, in denen Trompetenpfifferlinge spät im Jahr noch aktiv sein können.

